Peru: Proteste gegen neue Militärbasis

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Der geplante Militärstützpunkt ist ein Kooperationsprojekt mit dem Pentagon
Der geplante Militärstützpunkt ist ein Kooperationsprojekt mit dem Pentagon

Lima. In Peru protestieren indigene und soziale Bewegungen gegen den geplanten Bau einer Militärbasis im Süd-Osten des Landes, die gemeinsam mit den USA errichtet und betrieben werden soll.

In der Region VRAEM (Tal der Flüsse Apurímac, Ene und Mantaro) ist für den Militärstützpunkt und einen dazugehörigen Flughafen die Enteignung von 470 Hektar Land geplant, das bisher lokalen indigenen Bauern gehört. Von der Anlage aus sollen dann der "Drogenhandel und terroristische Gruppierungen in den angrenzenden Regionen" bekämpft werden. Die Proteste richten sich daher nicht nur gegen die bevorstehende Vertreibung tausender Indigener von ihrem Land, sondern auch gegen die erneute militärische Einmischung der USA in innenpolitischen Angelegenheiten Perus.

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Der Direktor des Forschungs-Zentrums Drogen und Menschenrechte (CIDDH), Ricardo Soberón, äußerte sich ebenfalls kritisch gegenüber den Regierungsplänen, da das Projekt die nationale Souveränität gefährde. Die geplante Militärbasis gehe einher mit Beratungs- und Hilfsangeboten der USA im Anti-Drogen-Kampf und setze so eine typische Strategie des Pentagon um, das seit Jahrzehnten die Militarisierung der Region vorantreibe. Diese Strategie sei jedoch rundum gescheitert und Washington missbrauche den Drogenhandel als geopolitisches Herrschaftsinstrument, so Soberón weiter.

Die Anführer der Proteste wiesen auch darauf hin, dass hunderte Familien im Umland der geplanten Basis in Gefahr gebracht würden, beispielsweise durch mögliche Angriffe von Rebellen auf den Militärstützpunkt. Sie fordern daher stattdessen langfristige Lösungsansätze für die Region, wie die Förderung der Landwirtschaft und die Umsetzung von Sozialprogrammen.

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