CAREA führt zweimal jährlich (Sommer u. Winter) ein Vorbereitungsseminar für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter:in in Chiapas durch. Die von uns vorbereiteten Freiwilligen erhalten ein Empfehlungsschreiben, dass sie gegenüber unserer mexikanischen Partnerorganisation Fray Bartolomé de Las Casas (FrayBa) legitimiert.
Das Menschenrechtszentrum FrayBa entsendet auf Anfrage nationale und internationale Freiwillige für mindestens zwei Wochen in zivile Beobachtungscamps in indigene Gemeinden im Widerstand. Die Freiwilligen sind Zeug:innen in den Konfliktregionen, dokumentieren die Situation in den Gemeinden (allgemeine Entwicklung & Menschenrechtsverletzungen) und begleiten bedrohte Personen. Sie gewährleisten den Informationsfluss zwischen FrayBa und den Gemeinden vor Ort sowie mit CAREA in Deutschland.
Termine: 1. Modul, online 6.+ 7. November & 2. Modul in Präsenz 3. — 6. Dezember (nähe Kassel)
Voraussetzungen für den Einsatz: vollständige Teilnahme am Seminar, gute Spanischkenntnisse, Teamfähigkeit, physische und psychische Belastbarkeit, die Eigenfinanzierung des Mexikoaufenthalts sowie ein Mindestalter von i.d.R. 21 Jahren (für Ausnahmen Büro kontaktieren).
Seminarinhalte: Vorträge, Arbeitsgruppen und Rollenspiele vermitteln grundlegende Kenntnisse zu Geschichte & Politik, Menschenrechte, Aufgaben von Beobachter:innen, aktuelle Situation & Sicherheitslage, Verhalten in Konfliktsituationen, (selbst-)kritischer Blick auf Privilegien uvm. Gemeinsame Freizeit geben die Möglichkeit sich mit bis zu 8 ehemalige Freiwilligen über alles auszutauschen. Auch Interessierte, die sich nicht sicher sind, ob sie zur Menschenrechtsbeobachtung nach Chiapas gehen wollen, sich aber über Kontext & Situation informieren möchten, sind willkommen!
Seminarkosten: Die Teilnahme am Seminar kostet nach Selbsteinschätzung 180 — 330€ – inklusive Seminarmaterial, Übernachtung & Verpflegung. Infos über das genaue Prozedere gibt es bei der Anmeldung.
CAREA entstand 1992 als Teil der Guatemala-Solidaritätsbewegung und begleitete bis 1998 Geflüchtete des guatemaltekischen Bürgerkriegs (1960-96) auf ihrer riskanten Rückkehr von Chiapas nach Guatemala. Unsere aktuellen Arbeitsfelder liegen in der Vorbereitung von Freiwilligen für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter:in im Konfliktgebiet Chiapas, Mexiko (seit ‚98) sowie in der Bildungs- & Advocacyarbeit zur Menschenrechtssituation in Guatemala und Mexiko. 2004-2022 war CAREA im Rahmen des internationalen Schutzbegleitung-Projekts ACOGUATE in Guatemala aktiv. Unsere Vereinsarbeit leisten wir kollektiv und fast ausschließlich ehrenamtlich.

