Basisorganisationen in Honduras wollen landesweites Bündnis stärken

dsc05004.jpg

Aktivisten diskutierten in El Progreso über die Zukunft der Widerstandsbewegung in Honduras
Aktivisten diskutierten in El Progreso über die Zukunft der Widerstandsbewegung in Honduras

El Progreso. Über 300 Vertreter aus mehr als 40 sozialen und politischen Organisationen haben in Honduras einen Tag lang über die aktuelle Situation in dem zentralamerikanischen Land diskutiert. Bei dem Aktivistentreffen (Encuentro de Luchadores y Luchadoras) Anfang November in der nördlichen Stadt El Progreso debattierten sie über gemeinsame Aktionen sowie über Zukunft und Struktur des Bündnisses FNRP. Die "Nationale Widerstandsfront" war aus dem Widerstand gegen den zivil-militärischen Putsch 2009 hervorgegangen.

In den letzten Monaten bezog die FNRP als Bündnis nur noch selten Stellung zu den sozialen Kämpfen im Land und blieb zunehmend handlungsunfähig. Den Grund dafür sehen viele Aktivisten darin, dass die Koordination der FNRP fast ausschließlich aus Anhängern der Partei LIBRE besteht, welche ihre Kräfte vorwiegend in den Wahlkampf der Partei stecken. Ziel des Treffens war es, der dadurch entstandenen wachsenden Isolation der Kämpfe einzelner Organisationen entgegenzuwirken und die FNRP als Bündnis wieder zu stärken.

Auf dem Treffen wurde mehrfach betont, dass ein Austausch der aktuellen Koordination der FNRP nötig sei und das Bündnis unabhängiger von LIBRE agieren müsse. Als erster Schritt wurde dazu eine gemeinsame landesweite Mobilisierung am 27. November beschlossen. Diese wird wenige Tage nach den internen Parteiwahlen in Honduras stattfinden und soll aufzeigen, dass die sozialen Bewegungen nicht vom Wahlprozess abhängig sind. Zudem wurde ein weiteres Treffen im Januar in Tocoa vereinbart, bei dem auch eine Lösung für das aktuelle Strukturproblem der FNRP gefunden werden soll.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr