Lateinamerikas Linke trifft sich in Caracas

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Logo des diesjährigen Forum von São Paulo
Logo des diesjährigen Forum von São Paulo

Caracas. Mit einer Resolution gegen den Putsch in Paraguay hat am Mittwoch das 18. Forum von São Paulo in der venezolanischen Hauptstadt Caracas begonnen. Delegierte fortschrittlicher und linker Bewegungen und Parteien aus Lateinamerika und der Karibik beteiligen sich vom 4. bis 6. Juli an den verschiedenen Arbeitsgruppen und Diskussionsforen. Unter den mehr als 600 Teilnehmern sind auch zahlreiche Delegierte aus Europa, wie die Abgeordnete des griechischen Linksbündnisses SYRIZA, Rena Dourou, und Willy Meyer von der Linksfraktion im Europaparlament (GUE/NGL).

Das diesjährige Forum findet unter dem Motto "Völker der Welt vereint gegen den Neoliberalismus und für den Frieden" statt. Themen sind unter anderen die Verteidigung der demokratischen Prozesse, politische und ökonomische Integration in Lateinamerika, Umwelt und Klimawandel, Demokratisierung der Information und Kommunikation, gewerkschaftliche und soziale Bewegungen sowie Migration.

Auf heftige Kritik stößt das Treffen bei der venezolanischen Opposition. Bei einer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag stellte Miguel Enrique Otero, Herausgeber der venezolanischen Tageszeitung El Nacional, ein von 18 oppositionellen Organisationen gemeinsam verfasstes Dokument vor, in dem "die Einmischung des Forum von São Paulo in den Wahlkampf" zurückgewiesen wird. Einziger Zweck des Forums sei die Unterstützung von Präsident Hugo Chávez. Die Regierung Chávez habe Unterstützer aus dem Ausland nach Caracas gebracht und diese Art der "Begünstigung im Wahlkampf" verstoße gegen die Verfassung und die Wahlgesetze.

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