Erneut Bildungsproteste in Chile angekündigt

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CONFECH-Sprecher Noam Titelman
CONFECH-Sprecher Noam Titelman

Santiago de Chile. Der Studierendenverband CONFECH in Chile hat für den 21. und 25. April zu erneuten Protesten gegen Privatisierung und Gewinnorientierng von Bildung sowie für das Recht auf freie Bildung aufgerufen. Während für kommenden Samstag eine Kundgebung in der Hauptstadt Santiago de Chile geplant ist, wird für den Mittwoch zu den ersten landesweiten Demonstrationen im Jahr 2012 mobilisiert. 

CONFECH-Sprecher Noam Titelman sagte: "Wenn wir uns nicht mit Unterstützung der Bevölkerung mobilisieren, werden wir nicht beachtet." Nach Ansicht des Aktivisten soll die Regierung des südamerikanischen Landes die sozialen Grundrechte garantieren und den Anspruch auf Bildung anerkennen. Bislang werde die Bildung als Ware betrachtet.

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Die Studierendenvertreter werfen der Regierung des konservativen Präsidenten Sebastián Piñera vor, auf die seit Monaten vorgebrachten Forderungen der Studierenden nicht reagiert zu haben. "Also werden wir weiter mobilisieren, bis sich die Bildung in unserem Land verändert", sagte der Sprecher des Verbandes der Studierenden der Universidad de Chile (FECH), Gabriel Boric.

Im vergangenen Jahr hatten hunderttausende Studierende, Schüler und Mitglieder anderer Gruppen sowie Unterstützer über ein halbes Jahr hinweg für ein gerechteres Bildungssystem protestiert. Die Proteste wurden von der Bevölkerung breit unterstützt und hatten die Regierung in eine ernsthafte Krise gebracht.

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