Indigene beteiligen sich an TIPNIS-Konsultation

tipnis.jpg

"Wir alle sind 'TIPNIS'" – Protestmarsch in Bolivien
"Wir alle sind 'TIPNIS'" – Protestmarsch in Bolivien

La Paz. Die Bewohner des Indigenen Territoriums Isiboro Secure (TIPNIS) beteiligen sich an der Kommission zur anstehenden Konsultation. Dies berichtet die halbstaatliche kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina unter Berufung auf bolivianische Quellen.

Bei der Konsultation geht es um ein Gesetz, das derzeit den Bau einer Straße direkt durch den Nationalpark im bolivianischen Tiefland untersagt. Gegen das Gesetz hatten Bewohner des Parks protestiert, während andere Betroffene mit ihrem Protest gegen den Straßenbau im vergangenen Jahr überhaupt erst die Verabschiedung des Gesetzes erreicht hatten.

Nun beteiligen sich die beiden Seiten an einem Komitee, das der Komission der Regierung für die Konsultation ab dem 10. Mai zur Seite gestellt wird. Dazu gehören sowohl die Organisation des Subcentral TIPNIS bestehend aus 66 Gemeinschaften der indigenen Völker Yuracaré, Moxeño und Chimán, die Organisation des Subcentral Secure als auch die Organisation CONISUR.

Während die Anführer des TIPNIS Subcentral zunächst mehrheitlich im vergangenen Jahr gegen den Bau der Straße protestierten, führte die CONISUR Anfang dieses Jahres einen Marsch für den Straßenbau und gegen das Gesetz an, das derzeit die Unberührbarkeit des Parks garantiert.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr