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Kuba meldet Rückgang der Covid-19-Fälle und hohe Impfquote

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Im Mai hat die Impfkampagne für die Bevölkerung in Kuba begonnen
Im Mai hat die Impfkampagne für die Bevölkerung in Kuba begonnen

Havanna/Washington. In den letzten 24 Stunden sind auf Kuba lediglich 183 neue Covid-19-Infektionen und einTodesfall aufgetreten. Dies teilte das kubanische Ministerium für öffentliche Gesundheit (Minsap) mit. An den drei Tagen zuvor waren um die 240 Neuinfektionen und keine Todesfälle gemeldet worden.

Insgesamt befinden sich noch 1.136 Patienten in Krankenhäusern, von denen 1.108 in einem klinisch stabilen Zustand sind. 13 sind schwer erkrankt und 15 in akuter Lebensgefahr. 262 Patienten wurden aus den Krankenhäusern entlassen, sodass die Zahl der Genesungen seit 2020 auf 952.206 gestiegen ist, was 99 Prozent aller Covid-Patient:innen entspricht.

Darüber hinaus teilte das Ministerium auch mit, dass 81,5 Prozent der Bevölkerung (9.187.541 Personen) mit den landeseigenen Impfstoffen Soberana 02, Abadala und Soberana Plus vollständig geimpft sind.

Erhebungen der Johns Hopkins Universität bestätigen, dass Kuba damit weltweit an siebter Stelle steht, noch vor den Industrieländern, während sich die USA mit knapp 60 Prozent geimpfter Bevölkerung an 56. Stelle befinden. Im weltweiten Durchschnitt erhielten erst 42,6 Prozent aller Menschen ihre Zweitimpfung.

Der Direktor für Wissenschaftspolitik der Gruppe der biotechnologischen und pharmazeutischen Industrien (CubaBioCubaFarma), Rolando Pérez, erklärte, dass die kubanischen Impfstoffe mit einem Drei-Dosen-Schema verabreicht werden. Die dritte, also die sogenannte Auffrischungsdosis ermögliche nicht nur eine Erhöhung der Menge der Gedächtniszellen, sondern auch eine höhere Qualität, sagte er.

Unterdessen wurde in einem US-Magazin hervorgehoben, dass Kuba derzeit eines der wenigen "Entwicklungsländer" ist, das den größten Teil seiner Bevölkerung mit eigenen Impfstoffen gegen Covid-19 geimpft hat. Dem Artikel der Zeitschrift Jacobin zufolge verdankt Kuba seine Erfolge dem staatlichen biotechnologischen Sektor und dem großen Engagement der Regierung für die öffentliche Gesundheit. Das erfolgreiche kubanische Impfprogramm habe die Pandemie eingedämmt und sei ein Beispiel für den Weg, den die übrigen Länder des globalen Südens einschlagen sollten.

Nachdem Ende Oktober fast 100 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhielten, öffnete Kuba am 15. November wieder seine Grenzen für den Tourismus sowie die Schulen.

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