Deutscher Beauftragter für Menschenrechte in Mexiko

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Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer (im weißen Hemd) spricht mit Eltern der verschwundenen Studenten in Ayotzinapa. Links neben ihm Botschafter Elbling
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer (im weißen Hemd) spricht mit Eltern der verschwundenen Studenten in Ayotzinapa. Links neben ihm Botschafter Elbling

Mexiko-Stadt. Vom 22. bis 27. Februar hat der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Christoph Strässer, Mexiko besucht, um sich "ein eigenes Bild von der Situation vor Ort zu machen", wie er auf seiner Homepage erklärte.

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Angehörige der verschwundenen Studenten beim Treffen mit Strässer
Angehörige der verschwundenen Studenten beim Treffen mit Strässer

In Begleitung des deutschen Botschafters Viktor Elbling traf er sich unter anderem auch mit Angehörigen der 43 Lehramtstudenten aus Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero, die am 26. September 2014 dem gewaltsamen Verschwindenlassen zum Opfer gefallen waren. Während der zweistündigen Zusammenkunft bezog sich Strässer darauf, dass bei den Vorfällen im September 2014 offenbar auch G36-Gewehre des deutschen Unternehmens Heckler & Koch eingesetzt worden sind und hob hervor, dass es für ihn ein Anlass sei, sich zu entschuldigen, "wenn mit Waffen aus Deutschland Verbrechen begangen werden."

Während die deutschen Repräsentanten laut dem  Nachrichtenportal Desinformemonos bekundeten, dass sie sich wünschen, es gäbe keine weitere Eskalation der Gewalt in Guerrero, erlag nahezu zeitgleich ein pensionierter Lehrer in der in diesem Bundesstaat gelegenen Stadt Acapulco den Kopfverletzungen, die ihm zugefügt wurden, als die Polizei eine Demonstration der Lehrergewerkschaft CETEG gewaltsam beendete. Bei der Auflösung der Demonstration, an der mehrere Tausend Lehrer teilnahmen, gab es darüber hinaus zahlreiche Verletzte und 112 Festnahmen.

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