Mittelamerika / Politik

Mittelamerikanisches Parlament für regionale Integration

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Logo des Mittelamerikanischen Parlaments (Parlacen)
Logo des Mittelamerikanischen Parlaments (Parlacen)

Santo Domingo. Der Präsident des Mittelamerikanischen Parlaments (Parlacen), Leonel Vásquez, hat sich für eine engere Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten ausgesprochen. Das Parlacen strebe „einer tatsächliche regionalen Integration“ und „eine gemeinsame Entwicklung“ an, sagte der Salvadorianer der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina. Zusammen mit Vertretern der sechs Mitgliedsländer El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und der Dominikanischen Republik nimmt Vásquez an einer Sitzung des Präsidiums des Parlacen in Vorbereitung eines Treffens des Leitungsgremiums der Parlamentarischen EU-Lateinamerikanischen Versammlung (Eurolat) teil.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem Reformvorschläge zur Modernisierung des Parlacen, Migrationspolitik, Investitionen in der Region und Fragen der Sicherheit. Von der Eurolat-Tagung in Puerto Plata erwartete Vásquez konkrete Ergebnisse. Das Gremium stelle einen geeigneten Rahmen dar, um Fragen der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit anzusprechen.

Vorgesehen sind ein Vortrag des ehemaligen spanischen Regierungschefs José Luis Rodríguez Zapatero über die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen sowie weitere Vorträge, Tagungen von Arbeitsgruppen, Dialoge mit Unternehmern und Investoren sowie kulturelle Veranstaltungen.

Die parlamentarische Versammlung Eurolat, die sich aus 150 Abgeordneten – 75 des Europaparlaments und einer gleichen Anzahl von Abgeordneten aus dem Lateinamerika-Parlament und den Parlamenten der Andengemeinschaft, aus Mittelamerika, von Mercosur, aus Mexiko und Chile – zusammensetzt, soll Debatten zwischen den Parlamentariern ermöglichen. Dabei geht es um die Kontrolle und Nachprüfung gemeinsamer Aktivitäten auf den Gebieten der Politik, Sicherheit, Menschenrechte, Wirtschaft, Finanzen, Umwelt, Bildung, Kultur und des Handels

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