Friedensprozess

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Cauca in Kolumbien unter Beschuss: Farc-Splittergruppe greift erneut an

Mehrstündige Offensive auf Sicherheitskräfte. Tote und Verletzte. Entführungen von indigenen Aktivisten im Vorfeld. Gemeinden in Cauca in "extremer Gefahr"
Popayán. Am 14. September haben Angriffe von Ex-Farc-Splittergruppen unter Iván Mordisco im Departamento Cauca das Leben eines Polizisten und eines Zivilisten gefordert. Die bewaffnete Gruppe griff Berichten zufolge Sicherheitskräfte in sechs Gemeinden der Region an. Die... weiter

Rückkehr politischer Gewalt in Kolumbien?

Bogotá. Nach dem Attentat auf den konservativen Senator Miguel Uribe Turbay (amerika21 berichtete) entbrennt in Kolumbien eine politische Debatte über die Rückkehr der Gewalt ins öffentliche Leben. Rechte Politiker:innen sprechen von einer Eskalation wie in den Achtziger- und... weiter

Friedensprozess in Kolumbien: Petros "letzte Karte"

Neun laufende Verhandlungen mit bewaffneten Gruppen. Massive Auseinandersetzungen in den Departamentos Antioquia und Catatumbo. Erfolge im Süden des Landes mit ELN-Abspaltung
Bogotá. Die kolumbianische Regierung unter Präsident Gustavo Petro steht vor einem entscheidenden Moment in ihrem Friedensprogramm "Paz Total". Nachdem die Verhandlungen mit mehreren bewaffneten Gruppen gescheitert sind, setzt die Regierung nun ihre Hoffnungen auf Iván Mordisco,... weiter

Crescendo der Enttäuschung: Kolumbien steckt in multiplen Krisen

Vierzehn Monate vor den Präsidentschaftswahlen in Kolumbien im Mai 2026 ist die Stimmung angespannt
Der Krieg in Catatumbo (Norte de Santander), einer Grenzregion zu Venezuela, die Aussetzung der Hilfsgelder der Entwicklungsagentur USAID, und die politische Krise im Kabinett von Präsident Gustavo Petro zeichnen ein düsteres Bild. Diese komplexen Ereignisse fanden alle in den ersten 45 Tagen des... weiter

Kolumbien: Mit Gott und dem Teufel klarkommen

Das neue Jahr begann mit der Eskalation des Krieges in Catatumbo und den Minister-Wechseln. All dies waren Anzeichen für eine Krise der ersten progressiven Regierung in der Geschichte Kolumbiens
Die Krise der Regierung Petro In den mehr als zwei Jahren ihrer Regierungszeit improvisierte die Exekutive in vielerlei Hinsicht und hatte keine klare Strategie. Gleichzeitig stand sie unter ständigem Druck der Medien, der traditionellen Parteien im Kongress und der gegnerischen Sektoren in... weiter

Kolumbien: Bewaffneter Konflikt eskaliert erneut, auch Venezuela betroffen

Nach Zusammenstößen zwischen bewaffneten Gruppen an der Grenze setzt Petro Friedensgespräche mit der ELN aus. Hunderte flüchten ins Nachbarland
Bogotá/Caracas. Hunderte kolumbianische Staatsangehörige haben in Venezuela Zuflucht gesucht, nachdem sie vor der Gewalt bewaffneter Gruppen in der Region Catatumbo in Norte de Santander geflohen waren. Seit vergangenem Donnerstag sind in dieser nordöstlichen Grenzregion mehr... weiter

Friedensprozess in Kolumbien in der Krise

Massive Gewalt paramilitärischer Banden in 24 der 32 Departamentos. Soziale Organisationen fordern Rücktritt des Hochkommissars für den Frieden und eine neue Ausrichtung der Regierungspolitik
Bogotá. Mehrere soziale Organisationen in Kolumbien fordern von der Regierung von Präsident Gustavo Petro die Absetzung des Hohen Kommissars für den Frieden, Otty Patiño. Sie werfen ihm vor, "eine katastrophale Rolle in dem Amt zu spielen, das für die Umsetzung der Verpflichtung... weiter

Kolumbien: Der eigentliche Kern des "totalen Friedens" ist der Paramilitarismus

Mit der Forderung "Den Paramilitarismus zerschlagen" hat der Congreso de los Pueblos eine landesweite Mobilisierung gestartet
Am 4. Juni erwachte das Land mit Nachrichten von Blockaden strategischer Straßen, von der Übernahme öffentlicher Infrastrukturen und der Einrichtung einer humanitären Zufluchtsstelle in der Apostolischen Nuntiatur in Bogotá. Es handelte sich um eine Mobilisierung unter dem Motto "Den... weiter

Kolumbien: "Jetzt ist die Chance, Frieden und Versöhnung zu erreichen"

Interview mit Rechtsanwalt Gustavo Gallardo zu den Herausforderungen und Problemen der Sonderjustiz für den Frieden
Der Rechtsanwalt, Menschenrechtsverteidiger und Präsident der Stiftung Lazos de Dignidad, Gustavo Gallardo, verteidigt ehemalige Farc-Guerilleros, sogenannte Friedensunterzeichner, vor der JEP, der Sonderjustiz für den Frieden (Jurisdicción Especial para la Paz). Diese Gerichtsbarkeit ist aus dem... weiter