Kuba / Deutschland

Kubanische Nachrichtenagentur in BRD stärker präsent

Prensa Latina unterzeichnet in Havanna Rahmenabkommen mit der Solidaritätsorganisation Cuba Sí

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Kubanische Nachrichtenagentur in BRD stärker präsent
Cuba-Si-Mitglied Marlene Cadenaba, Koordinator Konstantin Seeger und der PL-Vizepräsident Edilberto Méndez

Havanna. Die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina weitet ihre Arbeit im deutschsprachigen Raum aus. Im Beisein hochrangiger Funktionäre der sozialistischen Regierung unterzeichneten Vertreter der deutschen Solidaritätsorganisation Cuba Sí am Samstag ein Kooperationsabkommen mit der 1960 gegründeten Agentur. Ziel sei unter anderem, den Austausch von Informationen in beide Richtungen zu fördern, hieß es bei der feierlichen Unterzeichnung des Dokuments am Rande der 19. Internationalen Buchmesse in der kubanischen Hauptstadt Havanna.

Beide Seiten vereinbarten eine Ausweitung der bereits begonnen Kooperation. Er sei zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit "zu positiven Ergebnissen führen wird", sagte der Vizepräsident der Agentur, Edilberto Méndez Amador. Als zwei mögliche Felder der künftigen gemeinsamen Arbeit nannte er die Entwicklung von Fernseh- und Multimediaprojekten.

In seiner Ansprache ging der verantwortliche Koordinator von Cuba Sí, Konstantin Seeger, zunächst auf die positive Entwicklung der Arbeit von Cuba Sí seit 1992 ein. Laut Seeger konnten bis heute elf landwirtschaftliche Projekte in Kuba realisiert werden, die einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Milchversorgung in dem Inselstaat geleistet haben.

In diesem Zusammenhang hob er die Zusammenarbeit mit dem Kubanischen Institut für Völkerfreundschaft (ICAP), dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Kubas, dem Landwirtschaftsministerium, dem Ministerium für Außenhandel sowie mit dem Kulturministerium hervor. Besondere Erwähnung fand die kubanischen Partnerorganisation für Tierproduktion (ACPA), die seit vielen Jahren die Projekte vor Ort betreut.

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Auch wies Seeger darauf hin, dass vor wenigen Wochen in Berlin ein Treffen mit dem Vizepräsidenten des ICAP, Elio Gámez, stattgefunden habe. Dabei hätten die kubanischen Vertreter vor allem die Bedeutung des Aufbaus alternativer Informationskanäle hervorgehoben. "Wir wollen den Bekanntheitsgrad und den Stellenwert von Prensa Latina in Deutschland und in Europa daher weiter erhöhen und zur Schaffung von Gegenöffentlichkeit beitragen", sagte Seeger im Beisein des Mitglieds der Internationalen Abteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC), Mauricio Alejandro Martínez Duque.

Prensa Latina war unmittelbar nach der Kubanischen Revolution auf Initiative von Fidel Castro und Ernesto Che Guevara gegründet worden, um ein Gegengewoicht zur Macht der internationalen Medienkonsortien aufzubauen. Die Agentur ist seit Sommer 2009 wieder in Deutschland mit einem Korrespondentenbüro unter Leitung des Journalisten Harald Neuber vertreten, der bei der Vertragsunterzeichnung als Begleiter der Cuba-Sí-Delegation zugegen war.

Amerika21.de berichtet in lockerer Folge von der Buchmesse in Havanna. Weitere Berichte und Informationen finden sich auf der Seite von Cuba Sí.


Bildquelle: Steffen Niese

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