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Gerichtshof bestimmt neue Seegrenze zwischen Nicaragua und Kolumbien

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Die nicaraguanische Zeitung El Nuevo Diario zeigt die neuen Grenzen in einer Grafik.
Die nicaraguanische Zeitung El Nuevo Diario zeigt die neuen Grenzen in einer Grafik.

Den Haag. Durch die Entscheidung des Internationalen Gerichtshof in Den Haag wird Nicaragua ein Gebiet zugesprochen, das reich an Fisch- und Ölressourcen ist. Bisher hatte Kolumbien einen Grenzverlauf näher am nicaraguanischen Festland faktisch durchgesetzt.

Gleichzeitig hat der Gerichtshof die Souveränität Kolumbiens über sieben Kleinstinseln anerkannt, die von Nicaragua beansprucht worden waren. Bereits 2007 waren mit San Andrés, Providencia und Santa Catalina drei andere Inseln Kolumbien zugesprochen worden.

Es besteht keine Revisionsmöglichkeit und das Urteil muss umgesetzt werden. In Nicaragua zeigten sich Politiker von Regierung und Opposition höchst zufrieden mit der Entscheidung und forderten Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos dazu auf die neue Seegrenze zu akzeptieren. Dieser hatte dem Gerichtshof "schwere Fehler" bei der Bestimmung der Seegrenzen vorgeworfen.

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