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Bergbauprojekt in Peru wird für unbestimmte Zeit gestoppt

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Massive Proteste der Bevölkerung konnten das Minenprojekt Conga vorerst stoppen
Massive Proteste der Bevölkerung konnten das Minenprojekt Conga vorerst stoppen

Lima. Das Minenprojekt Conga in der nordperuanischen Region Cajamarca soll bis auf weiteres ausgesetzt werden. Das hat der US-amerikanische Haupteigner Newmont Mining in der vergangenen Woche mitgeteilt. Geschäftsführer Richard O’Brien dementierte aber, dass das Vorhaben völlig aufgegeben wird. Es solle lediglich langsamer fortschreiten, als dies zunächst geplant war.

Am 21. und 22. August waren Teile der betroffenen Bevölkerung trotz verhängten Ausnahmezustands erneut auf die Straße gegangen und hatten friedlich gegen die Gold- und Kupfermine protestiert. Viele Menschen in der Region befürchten durch den Abbau der Bodenschätze schwere Umweltschäden und die Verseuchung ihres Trinkwassers. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos Apoyo von Anfang August sprechen sich 78 Prozent der betroffenen Anwohner gegen das Projekt aus. Inzwischen geht auch Premierminister Juan Jiménez auf Distanz. Das Conga-Projekt stelle für die peruanische Regierung keine Priorität mehr dar, sagte er nach Bekanntwerden des Baustopps.

Die Entscheidung von Newmont Mining gilt als Sieg für die Bevölkerung und den Gouverneur von Cajamarca, Gregorio Santos, der dem Projekt von Beginn an kritisch gegenüberstand. Ob der Konflikt damit jedoch auf Dauer beigelegt ist, steht derzeit noch nicht fest.

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