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Künstler und Intellektuelle diskutieren in Rio de Janeiro über Kultur und Nachhaltigkeit

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Logo des Netzwerkes
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Río de Janeiro. Am Donnerstag und Freitag hat in Río de Janeiro das 9. internationale Treffen des Netzwerkes "Intellektuelle und Künstler zur Verteidigung der Menschheit" stattgefunden. In seiner Eröffnungsrede forderte der brasilianische Schauspieler Sergio Mamberti die Einbeziehung der Kultur als vierten Pfeiler nachhaltiger Entwicklung, gleichwertig mit ökonomischen, sozialen und Umweltfragen. Bisher werde "Kultur" immer als Teil des Sozialen definiert, sie müsse aber als eigenständiger Faktor verstanden werden. 

Gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina sagte die Präsidentin der brasilianischen Sektion des Netzwerkes, Marilia Guimaraes, dass die Teilnehmer des zweitägigen Treffens über Kultur und Nachhaltigkeit diskutieren. Diese beiden Bereiche seien Kern der soziokulturellen Basis und bestimmende Faktoren für zukünftige Entwicklungen. Die Debatte sei darüber hinaus Teil der Vorbereitungen für die UNO-Konferenz über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) die vom 13. bis 22. Juni ebenfalls in Rio de Janeiro stattfindet. Weitere Themen seien unter anderem Massenkultur und Volkskultur und deren Rolle in der nachhaltigen Entwicklung, die sozialen Netzwerke und ihre Rolle bei den soziokulturellen Interaktionen sowie die Funktion der Intellektuellen und der sozialen Bewegungen im Kampf um die Informationsfreiheit.

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Das Netzwerk wurde auf Initiative mexikanischer Intellektueller gegründet, die unter dem Eindruck der Kriege gegen Irak, der Invasion in Afghanistan sowie "dem Medien-, Wirtschafts-und Finanzkrieg der USA zur Durchsetzung ihrer Weltbeherrschungspläne" zum ersten Treffen Intellektueller und Künstler zur Verteidigung der Menschheit am 24. Oktober 2003 in Mexiko-Stadt aufriefen. Ein erstes weltweites Treffen fand im Jahr darauf in Venezuela statt. Inzwischen beteiligen sich fortschrittliche Künstler und Intellektuelle aus aller Welt an den Diskussionen und Aktivitäten, in mehreren Ländern wurden Sektionen des Netzwerkes gebildet.


Das Nachrichtenportal amerika21.de wird in Zusammenarbeit mit dem Pressedienst Poonal aktuell über den Rio+20-Gipfel und den alternativen Gipfel der Völker berichten.

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