Medina wird neuer Präsident der Dominikanischen Republik

Santo Domingo. Danilo Medina, Kandidat der regierenden sozialliberalen Partei Partido de la Liberación Dominicana (PLD), wird neuer Präsident der Dominikanischen Republik. Das Amt des Vizepräsidenten wird zukünftig Margarita Cedeño de Fernández übernehmen, Ehefrau des scheidenden Amtsinhabers Leonel Fernández.

Laut dem am Montag vorgelegten offiziellen Endergebnis der Zentralen Wahlbehörde (JCE) erhielt Medina bereits im ersten Wahlgang am Sonntag vor einer Woche 51 Prozent der Stimmen. Sein stärkster Konkurrent, Hipólito Mejía von der Partido Revolucionario Dominicano (PRD), musste sich mit knapp 47 Prozent geschlagen geben. Er war bereits von 2000 bis 2004 Präsident der Dominikanischen Republik. Damals hatte Mejía sich noch gegen den heutigen Sieger durchgesetzt. Auch dieses Mal galt er bei Umfragen lange als Favorit.

Medienberichten zufolge bezweifelt Mejía die Rechtmäßigkeit der Ergebnisse und wirft der PLD Stimmenkauf sowie die Nutzung von Staatsgeldern zur Finanzierung des Wahlkampfs vor. Auch internationale Wahlbeobachter wie die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) berichten von Unregelmäßigkeiten zugunsten beider Parteien. Nach Angaben der unabhängigen dominikanischen Wahlbeobachtergruppe Participación Ciudadana verlief die Stimmabgabe aber in mehr als 80 Prozent der Wahlzentren ohne Probleme. Daher seien die Unregelmäßigkeiten für das Wahlergebnis nicht weiter relevant.

Mit Medina übernimmt ein enger Vertrauter des Langzeitpräsidenten Leonel Fernández die Führung des Landes. Dieser hatte die Dominikanische Republik die letzten acht Jahre durchgehend regiert und war bereits von 1996 bis 2000 Präsident des Karibikstaates. Laut Verfassung kann Fernández in vier Jahren versuchen, sich erneut an die Spitze des Landes wählen zu lassen.

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