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US-Regierung droht mit Sanktionen gegen ALBA-Staaten

Washington. Die USA drohen den lateinamerikanischen Gastgebern des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad mit Sanktionen. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, gab dies bei einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag in Washington bekannt. "Falls diese Länder mehr iranisches Erdöl kaufen und auf iranische Banken zurückgreifen, werden sie verwundbarer für US-Sanktionen", sagte Nuland. Washington sehe den Besuch Ahmadinedschads in Lateinamerika als "nicht nützlich für die Weltpolitik" an.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez bezeichnete diese Entscheidung der US-Regierung als absurd. Die USA hörten nicht auf, Lateinamerika als Hinterhof zu betrachten und beherrschen zu wollen. Dies sei ein historisches Unding, sagte Chávez in einem Interview mit dem staatlichen Sender VTV am Sonntag. Gleichzeitig betonte er "die Freiheit Venezuelas und ganz Lateinamerikas".

Die US-Regierung hatte Venezuela, Nicaragua, Kuba und Ecuador bereits vor der Reise Ahmadinedschads in diese Länder vor einer weiteren Vertiefung der Beziehungen zum Iran gewarnt. Dies wurde von den Regierungen dieser Staaten umgehend als Einmischung in ihre souveräne Außenpolitik zurückgewiesen.

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