Südamerika / Politik

UNASUR offiziell konstituiert

Quito. Die kolumbianische Außenministerin María Ángela Holguín hat am gestrigen Mittwoch bei einem Staatsbesuch in Ecuador die Ratifizierungsurkunde Kolumbiens als letztem Mitgliedstaat der Union Südamerikanischen Nationen (UNASUR) hinterlegt. UNASUR-Generalsekretärin María Emma Mejía betonte, dass durch die nun erfolgte Ratifizierung aller 12 Mitgliedstaaten das Staatenbündnis UNASUR "offiziell konstituiert ist".

Das Gründungsabkommen des Staatenbundes war bereits im Mai 2008 von den Staats- und Regierungschefs Südamerikas in Brasilia unterzeichnet worden und trat mit der offiziellen Ratifizierung Uruguays, als neuntem Mitgliedsstaat am 11. März dieses Jahres offiziell in Kraft. Der kolumbianische Kongress hatte dem Vertrag im Januar dieses Jahres zugestimmt. Neben Kolumbien und Uruguay gehören zu UNASUR die Länder Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Guyana, Paraguay, Peru, Suriname und Venezuela.

Gegenüber der ecuadorianischen Nachrichtenagentur ANDES erklärte Generalsekretärin Mejía, dass die endgültige Ratifizierung eine Struktur konsolidiere, die es ermögliche regionale Probleme anzugehen. Bereits in diesem Jahr habe UNASUR einen strategischen Aktionsplan (PAE) für den Zeitraum 2012 bis 2022 verabschiedet bei dem im Rahmen von 31 grenzüberschreitenden Infrastrukturprojekten 13,7 Millionen US-Dollar investiert werden sollen.

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