Honduras / Militär

Honduranische Armee kündigt Waffenkäufe an

Tegucigalpa. Die honduranische Armee wird in den nächsten Monaten neue Waffen aus den USA und Israel kaufen. Dies gab der Oberbefehlshaber der bewaffneten Streitkräfte, René Osorio, in der vergangenen Woche bekannt. Der Kauf wird nach Verhandlungen mit den kooperierenden Ländern und der Genehmigung durch Präsident Porfirio Lobo erfolgen. Es wird sich vorwiegend um Gewehre handeln. Dezüglich der Menge und dem Kauf anderer Ausrüstung machte der General noch keine Angaben. Die US-amerikanischen M-16 und die israelischen TAR-21 Sturmgewehre sollen laut Osorio veraltete Waffen ersetzen.

Das honduranische Militär war maßgeblich an dem im Juni 2009 durchgeführten Putsch gegen den damaligen Präsidenten Manuel Zelaya beteiligt und ist für eine Vielzahl der seitdem stark angestiegenen Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Ein von Wikileaks veröffentlichtes Dokument verweist zudem auf Verbindungen des honduranischen Militärs zum illegalen Waffenhandel. Laut einem Schreiben des US-Außenministeriums im Oktober 2008 an die US-Botschaft in Honduras fand der US-Geheimdienst DIA in Mexiko und Kolumbien Waffen, die die USA 1992 an die honduranischen Streitkräfte verkaufte.

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