Peru: Krebserkrankung von Fujimori ist Falschmeldung

Lima. Der ehemalige peruanische Staatschef Alberto Fujimori ist entgegen massiv verbreiteter Meldung von privaten Medienkonzernen in dem südamerikanischen Land nicht an Krebs erkrankt. Das bestätigte das Nationale Institut für Tumorerkrankungen (INEN), in dessen klinischen Einrichtungen Fujimori seit fünf Tagen untersucht wird. Die Mediziner des INEN bescheinigten dem Ex-Präsidenten jedoch eine schwere Depression.

Privatmedien hatten in den vergangenen Tagen in massiver Form die These einer Krebserkrankung verbreitet. Zudem wurde berichtet, dass der designierte Präsident Ollanta Humala den wegen schwerer Verbrechen während dessen Amtszeit (1990-2000) inhaftierten 73-jährigen begnadigen will. Entsprechende Verhandlungen liefen angeblich bereits.

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Weder Humala noch ihm nahestehende Personen hatten entsprechende Meldungen bestätigt. Der gewählte Präsident sagte lediglich, dass er eine Begnadigung im Falle einer lebensbedrohlichen Erkrankung prüfen werde. "Niemand sollte im Gefängnis sterben", so Humala.

Medienkritische Kommentatoren vermuteten, dass die mit Fujimori sympathisierenden privaten Medienkonzerne Konditionen für eine Freilassung des zu 25 Jahren Haft verurteilten Straftäters schaffen wollen.

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