Venezuela: Chávez gegen höhere Förderquoten der OPEC

Salinas, Ecuador. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat sich am Rande eines Staatsbesuches in Ecuador gegen Forderungen ausgesprochen, die Erdöl-Fördermengen der OPEC-Mitgliedsstaaten anzuheben.

Der Bedarf sei gedeckt und die Preise auf dem Weltmarkt angemessen, sagte Chávez. Auch Ecuadors Staatschef Rafael Correa schloss sich der Position an.

Für Unregelmäßigkeiten auf dem globalen Erdölmarkt machte der Staatschef zugleich die politische Frontstellung westlicher Akteure gegen Mitgliedsstaaten des energiepolitischen Bündnisses verantwortlich. Besonders nannte er die andauernden diplomatischen Kampagnen und Sanktionen gegen Iran sowie die massiven Bombenangriffe der NATO auf Libyen.

Dennoch seien die derzeitigen Weltmarktpreise von rund 100 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) Erdöl fair. Man müsse jedoch davon ausgehen, dass die Kosten – ebenso wie bei Gold, Nahrungsmitteln oder Medikamenten – in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

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