Honduras: Schutz für Basisradio gefordert

Washington/Tegucigalpa. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) hat die De-facto-Regierung in Honduras aufgefordert, Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter des Gemeinderadios La Voz de Zacate Grande zu ergreifen. Das der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zugehörige Gremium forderte von der Staatsführung zudem, regelmäßig über Fortschritte bei der Untersuchung von Übergriffen auf die Journalisten zu informieren. Vorausgegangen waren Drohungen und Einschüchterungsversuche, denen die Mitarbeiter seit der Öffnung des Senders im April 2010 ausgesetzt waren. Die CIDH setzte der Regierung eine Frist von 20 Tagen, um über die geforderten Maßnahmen zu informieren.

Neben Übergriffen war es auch zu Festnahmen von Mitarbeiter des Senders durch die Polizei gekommen. Der schwerwiegendste Zwischenfall ereignete sich am 13. März 2011, als auf den geschäftsführenden Direktor der Radiostation, Franklin Meléndez, ein Mordanschlag verübt wurde. Meléndez konnte sich trotz eines Einschusses im Bein retten.

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La Voz de Zacate Grande ist ein Basisradio, das sich als Teil der Bewegung zur Wiedererlangung von Grundstückstiteln auf der Halbinsel Zacate Grande versteht. Auch hat die Station kritische Positionen zum Putsch in Honduras Ende Juni 2009 eingenommen.

Die Verfügung der CIDH war vom Weltverband der Gemeinderadios (AMARC-ALC), vom Komitee der Familienangehörigen von Verschwundenen und Gefangenen in Honduras (COFADEH) und dem Menschenrechtszentrum CEJIL beantragt worden.

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