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Venezuela dementiert Bau iranischer Raketenbasis

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Venezuelas Vizepräsident Elías Jaua bei einer Pressekonferenz Anfang Mai
Venezuelas Vizepräsident Elías Jaua bei einer Pressekonferenz Anfang Mai

Caracas. Die venezolanische Regierung hat Berichte deutscher Medien dementiert, nach denen sich in dem südamerikanischen Land eine iranische Raketenbasis im Bau befindet. "Wir dementieren jede Art der Installation von ausländischen Militärbasen" erklärte der venezolanische Vizepräsident, Elías Jaua, am Mittwoch gegenüber Medien. Diese seien in der Verfassung Venezuelas "ausdrücklich verboten", so der Stellvertreter von Hugo Chávez. Bei der Anschuldigung handele es sich um eine Kampagne im Rahmen des "schmutzigen Krieges" der gegen Venezuela geführt werde. Ziel sei es, die "internationale Öffentlichkeit zu erweichen" und Venezuela in ein schlechtes Licht zu rücken, so Jaua.

Der Vizepräsident reagierte damit auf Berichte, die maßgeblich von der deutschen Tageszeitung Die Welt befördert wurden. Bereits im November vergangenen Jahres hatte die rechtskonservative Zeitung unter Berufung auf "westliche Sicherheitskreise" berichtet, die "Achse Caracas-Teheran" sei dabei, auf der venezolanischen Halbinsel Paraguaná eine Basis für Mittelstreckenraketen zu errichten. Nun wärmte das Blatt die Beschuldigungen im Rahmen der vermeintlichen Beziehungen der venezolanischen Regierung zur kolumbianischen FARC-Guerilla wieder auf.

Die venezolanischen Streitkräfte hätten lediglich "Ausrüstung für die Verteidigung der Souveränität" des Landes gekauft, erklärte Jaua. Diese würden der Bevölkerung bald öffentlich präsentiert werden. Die Behauptung, verfassungswidrig eine ausländische Militärbasis zu errichten, sei jedoch eine "Lüge", welche Teil einer "internationalen Aggression" sei, so Jaua.

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