Ecuador / Wirtschaft

Regierung in Quito kündigt Erdöllizenzen

Quito. Die ecuadorianische Regierung hat fünf Förderlizenzen für Erdöl gekündigt, nachdem die Lizenznehmer sich weigerten, veränderte Bedingungen zu akzeptieren. Die neuen Verträge sollen dem Land Mehreinnahmen sichern. Unter den betroffenen Konzernen befindet sich auch der staatliche brasilianische Erdölriese Petrobras.

Gleichzeitig wurden neue Förderverträge mit den geänderten, für Ecuador günstigeren, Rahmenbedingungen von Repsol-YPF (Spanien), ENAP (Chile), AGIP (Italien) und zwei chinesischen Firmen unterzeichnet.

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Durch das neue Vertragsmodell bleibt der Staat Eigentümer des Rohstoffs und bezahlt den Förderkonzernen einen Festbetrag für jedes Fass Erdöl. Nach Aussagen des Ministers für nichterneuerbare Ressourcen, Wilson Pástor, würden den Firmen hierbei ca. 15 Prozent vom Erlös zufallen, dem Staat zwischen 70 und 80 Prozent. Sein Stellvertreter, Carlos Pareja Yanuzelli, erklärte, dass sich für die Angestellten nicht ändere, man tausche nur die Führungsebene aus.

Dass durch die Neuverhandlungen ausländische Investoren abgeschreckt würden, schloss Pareja Yanuzelli aus. Durch die klaren und langfristigen Regeln würden Investitionen künftig sogar wesentlich erleichtert.

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