Bisher 90 Morde an Indígenas

Bogotá. Im Jahr 2010 sind bisher 90 Indígenas in Kolumbien ermordet worden. Dies teilte der landesweite Dachverband kolumbianischer Indígenaorganisationen (ONIC) mit. Verantwortlich für die Morde seien Angehörige der Nationalpolizei, der Aufstandsbekämpfungseinheit (ESMAD), die Armee sowie paramilitärische Gruppen. Die Opfer sind überwiegend Angehörige der Nasa aus dem Departement Cauca sowie der Wayúu aus dem Departement La Guajira.

Immer wieder würden die Rechte der indigenen Bevölkerung systematisch und schwerwiegend verletzt. Der Sprecher der ONIC, Luis Evelis, erklärte, besorgniserregend sei außerdem die Vertreibung von Angehörigen dieser Gemeinschaften durch Gruppierungen, die am Rande des Gesetzes stünden: “In den letzten Jahren sind 80.000 Indígenas vertrieben worden, das macht uns Sorgen, denn unser Anteil an der kolumbianischen Bevölkerung liegt bei drei Prozent“, so der Indígenasprecher.

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