Gedenken an den "Caracazo" in Venezuela

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"Genozid am 27. Februar": Auf dem Plakat ist Carlos Andrés Pérez abgebildet, der damalige Präsident Venezuelas
"Genozid am 27. Februar": Auf dem Plakat ist Carlos Andrés Pérez abgebildet, der damalige Präsident Venezuelas

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Tausende Menschen zogen durch das Zentrum von Caracas
Tausende Menschen zogen durch das Zentrum von Caracas

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Abschlusskundgebung auf der Plaza Caracas
Abschlusskundgebung auf der Plaza Caracas

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Familienangehörige von Opfern
Familienangehörige von Opfern

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"Komplize" des 27. Februar: Der rechtsgerichtete Politiker Antonio Ledezma, aktuell Bürgermeister von Groß-Caracas (Alcaldía Mayor)
"Komplize" des 27. Februar: Der rechtsgerichtete Politiker Antonio Ledezma, aktuell Bürgermeister von Groß-Caracas (Alcaldía Mayor)

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Minister der Regierung und Vizepräsident Nicolás Maduro. Rechts neben ihm Rosa Virginia Chávez, die Tochter des Präsidenten
Minister der Regierung und Vizepräsident Nicolás Maduro. Rechts neben ihm Rosa Virginia Chávez, die Tochter des Präsidenten

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Nahmen auch am Gedenken teil: Die kolumbianische Menschrechtsaktivistin Piedad Cordoba und der französische Publizist und amerika21.de-Kolumnist Ignacio Ramonet
Nahmen auch am Gedenken teil: Die kolumbianische Menschrechtsaktivistin Piedad Cordoba und der französische Publizist und amerika21.de-Kolumnist Ignacio Ramonet

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"Ich bin Chávez"
"Ich bin Chávez"

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Der Präsident der Nationalversammlung, Diosdado Cabello, vereidigt die Wahrheitskommission
Der Präsident der Nationalversammlung, Diosdado Cabello, vereidigt die Wahrheitskommission

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"27. Februar: Vergessen verboten"
"27. Februar: Vergessen verboten"

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In demonstrativer Einheit: Vertreter der Streitkräfte und der Regierung
In demonstrativer Einheit: Vertreter der Streitkräfte und der Regierung

Caracas. Tausende Menschen haben am Mittwoch in der venezolanischen Hauptstadt des Caracazo genannten Volksaufstands gedacht. Bei dem Aufstand am 27. und 28. Februar 1989 hatten sich verarmte Teile der Bevölkerung in Guarenas und Caracas gegen die Regierung des sozialdemokratischen Präsidenten Carlos Andrés Pérez erhoben. Die Folge war ein unorganisierter, heftiger Aufstand gegen die Härten der neoliberalen Politik der sogenannten Vierten Republik.

Die Regierung ließ die Erhebung in den Straßen durch Polizei und Armee niederschlagen. Nach damaligen offiziellen Angaben gab es etwa 300 Tote, Menschenrechtsorganisationen gehen aber von 3.500 Toten und hunderten Verschwundenen aus. Der Prozess der Aufklärung des Caracazos lief über zwei Jahrzehnte äußerst schleppend. In den vergangenen Jahren kam jedoch Bewegung in die Aufarbeitung. So nahm am gestrigen Jahrestag auch eine Wahrheitskommission die Arbeit auf. Sie soll die zwischen 1958 und 1998 begangenen politisch motivierten Menschenrechtsverletzungen aufklären.

Aktivisten der Bolivarischen Revolution sehen den Caracazo zugleich als deren zeitgenössischen Auftakt. Dem Volksaufstand folgten die Militärrebellionen von Februar und November 1992. Mit den Wahlsiegen von Hugo Chávez seit 1998 begann eine bis heute andauernde tiefgreifende politische und ökonomische Umgestaltung von Staat und Gesellschaft.

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