Manifest zur Verteidigung Palästinas

Aufruf des "Netzwerk zur Verteidigung der Menschheit" lateinamerikanischer Intellektueller, Künstler und Aktivisten

free-palestina.jpg

Das Manifest zur Verteidigung Palästinas wurde bereits von mehr als 340.000 Menschen unterzeichnet
Das Manifest zur Verteidigung Palästinas wurde bereits von mehr als 340.000 Menschen unterzeichnet

Das Netzwerk zur Verteidigung der Menschheit (Red En Defensa de la Humanidad − REDH), erfüllt angesichts der tragischen Ereignisse, die das palästinensische Brudervolk in Gaza zurzeit erlebt, seine Verpflichtung folgendes zu bekunden:

Wir erklären unsere Unterstützung der Worte des Compañero Evo Morales, Mitbegründer des Netzwerkes zur Verteidigung der Menschheit und Präsident des Plurinationalen Staates Bolivien, mit denen er Israel zu einem terroristischen Staat erklärt hat.

Wir erklären weiterhin unsere absolute Ablehnung des Völkermordes, den das palästinensische Volk von Seiten eines Staates erleidet, der sich auf der Enteignung und der kolonialen Besetzung der palästinensischen Gebiete begründet.

Wir bekunden unsere Anerkennung und Solidarität mit dem heldenhaften Kampf des palästinensischen Volkes und seiner Widerstandsorganisationen, insbesondere in Gaza, gegen den Versuch Israels, es auszurotten und ihm die Reste dessen zu entreißen, was einmal seine Heimat war.

Wir verurteilen die imperialistische Rolle der USA, die Israel politisch, finanziell und militärisch unterhalten, während der Sicherheitsrat der UNO, dessen Resolutionen zur Palästinafrage von Washington systematisch und ungestraft verletzt werden, auf befremdliche Weise untätig bleibt. Die USA, die eine Heuchelei und einen Zynismus an den Tag legen, den sie im Verlauf ihrer gesamten Geschichte gezeigt haben, indem sie die Völker Lateinamerikas, Afrikas und Eurasiens, die ihre Souveränität verteidigen, mit Sanktionen und Interventionen bedroht haben, während sie zugleich das Handeln Israels unterstützten.

Wir beklagen die Komplizenschaft, in einigen Fällen durch Unterlassung, der Regierungen der Europäischen Union wie auch die bedingungslose Unterordnung der Medien-Oligopole unter das Diktat Washingtons. Man muss endlich damit aufhören, den von einer der am Besten ausgerüsteten Armeen der Welt gegen ein Volk vollzogenen Völkermord als Krieg zu bezeichnen, dessen Mittel zur Verteidigung nach Zahl und Qualität unendlich unterlegen sind!

Wir regen dazu an, sich der Kampagne zum Boykott, zum Rückzug von Investitionen und zur Verhängung von Sanktionen gegen den terroristischen Staat Israel anzuschließen, da die Stunde der aktiven und kreativen Solidarität angebrochen ist, die über verurteilende Verlautbarungen hinausgeht. Wir haben die über 1.600 in den vergangenen Wochen in Palästina ermordeten Menschen, wie auch die mehr als 9.000 Verletzten im Stich gelassen, seit die terroristische Operation unter der heuchlerischen Bezeichnung "Schützende Grenze" (Protective Edge) begonnen hat.

Wir fordern das Ende der Apartheid und des Völkermordes, wie auch der Mauern und der illegalen Siedlungen. Wir fordern von den Regierungen der Welt, Israel dazu aufzufordern, die Resolutionen des Sicherheitsrates der UNO zu erfüllen, die es dazu zwingen, sich aus Gaza, dem Westjordanland und Ostjerusalem zurückzuziehen, zu den Grenzen vor dem "Sechstagekrieg" (1967) zurückzukehren und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge zu garantieren, die in der Resolution Nr. 242 des Sicherheitsrates vom 22. November 1967 festgelegt wurde und der der Staat Israel bis zum heutigen Tag nicht nachgekommen ist.

Wir sprechen uns für eine wahrhaft politische Lösung des Palästinakonfliktes auf Grundlage des Dialogs, der Verhandlung und der Existenz von zwei Staaten mit gleichen Rechten und international festgelegten und anerkannten Grenzen aus, eine Lösung, die mit der sofortigen Aufhebung der Blockade von Gaza und der Freilassung aller palästinensischen politischen Gefangenen verbunden sein sollte. Wir begrüßen die solidarische Haltung der Regierungen der Staaten der ALBA, des Mercosur und anderer Regierungen des Südens gegen das barbarische Verhalten Israels in Gaza.

Wir machen uns die Worte des Revolutionärs Nelson Mandela zu eigen: "Wir wissen nur zu gut, dass unsere Freiheit ohne die Freiheit Palästinas unvollständig ist", wir sagen, dass Israel diesen Kampf gegen das tapfere palästinensische Volk moralisch und politisch bereits verloren hat und die wachsende Verurteilung der Völker der Welt als "Schurkenstaat" verdient, der das internationale Recht verletzt. Der unbeugsame palästinensische Widerstand wird früher oder später durch das Lächeln seiner Kinder in einer freien Heimat belohnt werden.

Gegen den israelischen Terrorismus und den US-amerikanischen Imperialismus, in Verteidigung der Selbstbestimmung Palästinas und aller Völker der Welt!

La Paz, Bolivien

4. August 2014

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr