Kolumbien: Der Kampf der schwarzen Gemeinden in Buenaventura

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Die Gemeinde hat ein Wandbild im Gedenken an den ermordeten Aktivisten Temístocles Machado erstellt
Die Gemeinde hat ein Wandbild im Gedenken an den ermordeten Aktivisten Temístocles Machado erstellt

Buenaventura ist nicht nur der wichtigste Pazifikhafen, sondern auch eine der gefährlichsten Städte Kolumbiens. Und diese Gewalt hängt mit dem Hafen zusammen. Hier werden nicht nur Drogen in den Norden verschifft; auch der normale Hafenumschlag ist ein Wirtschaftsfaktor von nationalem Interesse. Mit dem Umsatz wächst auch der Hafen. Aber um den Hafen herum leben Menschen – fast ausschließlich Afrokolumbianer, die schon seit hundert Jahren in Buenaventura leben. Sie sind den Profiteuren des Hafenbusiness ein Dorn im Auge.

Der 39jährige Juan Rodrigo Machado ist Gemeindeaktivist und lebt im Viertel Isla de la Paz am Stadtrand von Buenaventura. Auf den Fotos, die er zeigt, ist sein Vater zu sehen; er steht lachend mit Nachbarn in den Lagunen und Mangrovenwäldern rund um Buenaventura. Doch inzwischen werden diese Lagunen zubetoniert, und Machados Vater lebt nicht mehr. Das Viertel Isla de la Paz – die Friedensinsel – liegt in unmittelbarer Nähe des Hafens und ist deshalb direkt von der geplanten Hafenerweiterung betroffen.

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