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Erster Abschiebeflug aus den USA nach Costa Rica

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Costa Rica verpflichtet sich, Abgeschobene aus den USA aufzunehmen
Costa Rica verpflichtet sich, Abgeschobene aus den USA aufzunehmen

San José. Am vergangenen Samstag ist in Costa Rica das erste Flugzeug mit Abgeschobenen aus den USA gelandet. Nach Presseangaben befanden sich an Bord des Fluges aus San Diego, Kalifornien, 25 Personen aus Albanien, Kamerun, China, Guatemala, Honduras, Indien, Kenia und Marokko. Eine Person stammt aus Costa Rica. Die Abschiebung erfolgte gemäß einem Abkommen zwischen der US-Regierung und der Regierung Costa Ricas, in dem sich das mittelamerikanische Land verpflichtet, Abgeschobene aus den USA aufzunehmen, auch wenn diese ausdrücklich nicht aus Costa Rica stammen (amerika21 berichtete). Aus dem Land selbst gibt es kaum Migration in Richtung USA.

Die Abgeschobenen sollen für die ersten sieben Tage ihres Aufenthalts in Costa Rica Unterstützung bei Unterkunft, Verpflegung und humanitärer Hilfe von der Migrationspolizei in Costa Rica und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) erhalten. Die Kosten übernehmen gemäß dem Abkommen die USA.

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Omar Badilla, Leiter der Migrationsbehörde aus Costa Rica, erklärte in einem Video, die Menschen hätten sich in einem "regulären Migrationsverfahren in den USA" befunden und die USA hätten "die Abschiebung durchgeführt". Costa Rica habe sich aus "humanitären Gründen" zur Aufnahme bereit erklärt, hieß es in dem Beitrag von Univision. Badilla sagte weiter, prinzipiell sei angestrebt, die Migranten in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr zur freiwilligen Ausreise in ihre Herkunftsländer zu bewegen. Sei dies nicht möglich, könnten die Migranten einen Asylantrag in Costa Rica stellen. Dazu müssten sie Argumente für die Notwendigkeit vorlegen, in Costa Rica zu bleiben, zum Beispiel, dass ihr Leben bedroht sei.

Für die Aufnahme der Abgeschobenen setzte Costa Rica die Visapflicht außer Kraft, im Falle von Honduras auch die Pflicht, ein polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen, welches sonst für Einreisen nach Costa Rica gelte. Nach Angaben von Univision habe sich das Land verpflichtet, pro Woche 25 Deportierte aus den USA aufzunehmen.