Caracas. Seit gestern findet die Asamblea de los Pueblos por la Paz y la Soberanía de Nuestra América in Caracas statt. Das dreitägige Treffen versammelt Delegierte und Vertreter:innen aller Kontinente: soziale Bewegungen, Intellektuelle, Jurist:innen, Parlamentarier:innen, Künstler:innen, Gewerkschafter:innen, indigene Völker, Jugendliche, Frauen und weitere Gruppen.
Initiator der Versammlung ist der Präsident von Venezuela, Nicolás Maduro. Ziel der Versammlung ist es, ein neues globales Bündnis für Frieden, Souveränität und internationale Solidarität aufzubauen, das sich ausdrücklich gegen militärische Bedrohungen und Eingriffe von außen richtet.
Auf der Agenda stehen neun zentrale Themenbereiche wie internationales Recht, Sicherheit und Souveränität der Völker, Kritik an militärischen Interventionen und US-Einfluss, Informationskriege und kognitive Kriegsführung, Migration, Menschenrechte und Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, die Umwelt- und Klimakrise, der Schutz der Erde sowie die Rolle der Jugend und indigener Gemeinschaften im globalen Widerstand.
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Übergeordnetes Ziel ist laut dem zugrunde liegenden Dokument die Gründung eines internationalen Bewegungsnetzes, das sich für Frieden, Souveränität und Gerechtigkeit einsetzt und dabei die kapitalistische und imperialistische Ordnung herausfordert. Damit wolle man der Welt verdeutlichen, dass "eine andere Weltordnung möglich ist".
Die Eröffnungsfeier war begleitet von kulturellen Darbietungen und der Vorführung eines kurzen Dokumentarfilms über die Entstehung des Consejo Nacional por la Soberanía y la Paz. Danach wurde das politische Grundlagendokument der Versammlung verlesen, gefolgt von ersten Vorträgen internationaler Expert:innen. Für die kommenden Tage sind thematische Arbeitsgruppen geplant sowie abschließend ein großes Konzert.


