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Kolumbien: Erstes Telefonat zwischen designiertem Präsidenten Petro und US-Präsident Biden

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Petros Tweet zum Telefonat mit Biden
Petros Tweet zum Telefonat mit Biden

Bogotá/Washington. Zwei Tage nach seinem Wahlsieg hat der neu gewählte kolumbianische Präsident Gustavo Petro sein erstes Telefongespräch mit US-Präsident Joe Biden geführt.

Am Dienstag erhielt Petro zunächst einen Anruf von US-Außenminister Antony Blinken und sprach anschließend mit Biden, der ihm und der zukünftigen Vize-Präsidentin Francia Márquez zu ihrem Wahlsieg gratulierte.

Laut einer offiziellen, von der US-Botschaft in Kolumbien veröffentlichten Zusammenfassung des Telefonats sicherte Biden dem angehenden Staatschef Kolumbiens die Unterstützung der USA zu. Zudem habe er betont, dass er mit "Vorfreude auf die kommende bilaterale Zusammenarbeit" blickt, auch in Hinsicht auf Themen wie Klimawandel, Gesundheitssicherheit und Umsetzung des Friedensabkommens von 2016. Demnach sprachen Petro und Biden auch über die Kooperation in den Bereichen Sicherheit und Bekämpfung des Drogenhandels. Auch betonten beide Seiten die Wichtigkeit des gegenseitigen Respekts als Grundlage für die Beziehungen zwischen Kolumbien und den USA und vereinbarten, dass ihre Teams sich in Kürze treffen und zusammenarbeiten werden.

In seinem Twitter-Account schrieb Petro am 21. Juni: "Auf dem Weg zu einer intensiveren und normaleren diplomatischen Beziehung habe ich jetzt ein sehr freundliches Gespräch mit US-Präsident Biden geführt. In seinen Worten: eine 'gleichberechtigte' Beziehung zum Nutzen beider Völker".

Auch Blinken, mit dem Petro ein 20-minütiges Telefonat führte, äußerte sich via Twitter positiv zu den Gesprächen.

Unter kolumbianischen Politiker:innen und Expert:innen sorgte das schnell stattgefundene Gespräch zwischen Petro und Biden für Überraschung. Im Fall des noch amtierenden kolumbianischen Präsidenten Iván Duque gab es das erste Telefonat mit Biden erst fünf Monate nach Amtsantritt des US-Präsidenten. Nach Duques Wahlsieg 2018 dauerte es eine Woche, bis Bidens Amtsvorgänger Donald Trump ihn anrief.

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