Kuba / Soziales

Einreise nach Kuba nur noch mit negativem PCR-Test

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Bei der Ankunft am Flughafen müssen Kuba-Reisende einen negativen Corona-Test vorlegen
Bei der Ankunft am Flughafen müssen Kuba-Reisende einen negativen Corona-Test vorlegen

Havanna. Ab dem 10. Januar müssen alle internationalen Besucher Kubas einen negativen PCR-Test vorweisen. Er muss bis zu 72 Stunden vor der Ankunft auf kubanischem Territorium von einem im Herkunftsland zertifizierten Labor durchgeführt worden sein. Dies teilte das Außenministerium des sozialistischen Staates am Samstag mit. Die übrigen an der Grenze geltenden Gesundheitsprotokolle werden beibehalten, ebenso weitere Tests im Verlauf des Aufenthaltes.

Bislang wurden Reisende direkt nach der Ankunft einem PCR-Test unterzogen und mussten eine schriftliche Erklärung über eventuelle Corona-Kontakte abgeben.

Begründet wird die Maßnahme mit dem Anstieg der Infektionen seit der Wiedereröffnung der internationalen Flughäfen und mit der weltweiten Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Am Mittwoch hatte das Gesundheitsministerium die neuesten Corona-Zahlen bekannt gegeben: 2.943 Patienten seien zur klinisch-epidemiologischen Überwachung aufgenommen: 682 mit Verdacht, 1.011 unter Überwachung und 1.250 mit nachgewiesenen Infektionen. Insgesamt 140 Menschen starben mit oder an dem neuartigen SARS-Cov-2-Virus.

Mit über 1.000 an Covid-19 Erkrankten sei dies "die komplexeste epidemiologische Situation seit dem Ausbruch der Pandemie" vor neun Monaten, erklärte das Ministerium.

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Von der Gesamtzahl der 183 neuen Fälle seien 91 Kontaktpersonen von bestätigten Fällen, 90 mit einer "Infektionsquelle im Ausland" und zwei ohne feststellbare Quelle. Die Zahl der positiv getesteten Menschen in Kuba stieg damit auf 10.900.

Nach einem leichten Anstieg im Oktober waren die Zahlen seit Anfang November zunächst wieder rückläufig gewesen. Laut dem Dekan der Fakultät für Mathematik und Informatik an der Universität von Havanna, Raul Guinovart, könnten sie in den nächsten Tagen aufgrund der Ankunft von mehr Besuchern im Land weiter steigen.

Die Regierung hatte im März Reisen und Urlaub in Kuba untersagt, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Im Juni begann die schrittweise Wiederaufnahme der touristischen Aktivitäten. Zunächst wurden Hotels und Zeltplätze für Kubaner und Personen, die im Land wohnhaft sind wieder geöffnet. Für Gäste aus dem Ausland waren Urlaubsreisen seit Juli wieder möglich, jedoch ausschließlich in Hotels auf den vorgelagerten Inseln. Der Badeort Varadero empfing ab dem 15. Oktober wieder internationale Touristen, seit Mitte November ist auch Kubas größter Flughafen, der "Aeropuerto Internacional José Martí" von Havanna, wieder für Reisende geöffnet.

Mit einem umfangreichen Hygiene-Konzept sollen Neuinfektionen in Touristengebieten verhindert werden. In jedem Hotel steht ein Basisgesundheitsteam zur Verfügung, das stichprobenartig Tests durchführt und auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen achtet. Die Flughäfen arbeiten unter strengsten Hygieneregeln.

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