Aktivistin aus Kolumbien erhält Goldman-Umweltpreis 2018 für Südamerika

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Francia Marquez bei der Preisverleihung in Washington D.C.
Francia Márquez aus Kolumbien bei der Preisverleihung zum Goldman-Umweltpreis 2018 in Washington D.C.

Washington. Die kolumbianische Menschenrechtsaktivistin Francia Márquez ist mit dem Goldman-Umweltpreis 2018 für Südamerika ausgezeichnet worden. Sie erhält ihn für ihr erfolgreiches und jahrelanges Engagement gegen den illegalen Goldabbau im Departamento Cauca im Südwesten Kolumbiens. Mit ihrem Protest gegen die illegalen Minen übte Márquez immer wieder Druck auf die Regierung aus. Sie mobilisierte afroamerikanische Frauen ihrer Gemeinschaft aus dem nördlichen Cauca, um die Regierung dazu zu bringen den Goldabbau in der Region zu stoppen. Zusammen mit 80 anderen Frauen marschierte sie in zehn Tagen 350 Kilometer nach Bogotá, was schließlich zum Abzug der illegalen Bergleute und ihrer Ausrüstung führte. Aufgrund ihrer Initiativen gelang es innerhalb von vier Jahren, die Regierung zu einer Unterschrift unter die Vereinbarung zu bringen, die den illegalen Abbau von Gold in La Toma untersagt.

Márquez sieht in dem Preis die Anerkennung des Kampfes afroamerikanischer und indigener Gemeinden gegen den illegalen Bergbau und Goldabbau in Cauca. "Für mich ist es ein Preis in Erinnerung an alle ermordeten führenden Aktivisten", sagte sie gegenüber der kolumbianischen Tageszeitung El Espectador. 

Neben ihr erhielten, wie in jedem Jahr, fünf weitere Umweltaktivistinnen den Preis. Zu den Preisträgern gehören die südafrikanischen Atomkraftgegnerinnen Liz McDaid und Makoma Lekalakala, Claire Nouvian aus Frankreich sowie Lee Anne Walters aus den USA für ihr Engagement zur Aufdeckung des hohen Bleigehalts in der Wasserversorgung von Flint im Bundesstaat Michigan. Außerdem erhielten Manny Calonzo aus den Philippinnen und Khanh Nguy Thi aus Vietnam den diesjährigen Goldman Umweltpreis.

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