Kuba / Guatemala / Soziales

Guatemala verweigert Ärzten aus Kuba Gehalt

medicos_cubanos_guatemala.jpg

Eine Ärztin des kubanischen Teams in Guatemala
Eine Ärztin des kubanischen Teams in Guatemala

Guatemala-Stadt. Mindestens 147 kubanische Ärzte, die auf Vertragsbasis in Guatemala arbeiten, spüren derzeit die Auswirkungen der jüngsten Korruptionsskandale im Gesundheitssystem des Landes. Nach Angaben des Vize-Gesundheitsministers von Guatemala, Pablo Werne, könnten die kubanischen Ärzte wegen "finanzieller Schwierigkeiten" derzeit nicht bezahlt werden.

Am schwersten betroffenen sind zehn Mediziner, die seit gut zwei Monaten nicht in der Lage sind, in ihre Heimat zurückzukehren, da sie keinerlei Lohnzahlungen empfangen haben. Die kubanische Botschaft in Guatemala insistierte derweil auf der Bezahlung der kubanischen Ärzte, deren Monatslohn bei 900 US-Dollar liegt. Derzeit arbeiten 463 kubanische Mediziner in dem mittelamerikanischen Land.

Ihnen gefällt, was Sie lesen?

Das freut uns. Unterstützen Sie unsere Arbeit, regelmäßige Spenden helfen uns, das Projekt amerika21 nachhaltig aufzustellen.

Ihr amerika21-Team

Seit April durchlebt Guatemala eine institutionelle Krise, nachdem der umfangreiche Steuerbetrug im Sekretariat der ehemaligen Vizepräsidentin Roxana Beldetti aufgedeckt wurde. Während Beldetti im Mai zurücktrat, wurden mittlerweile zahlreiche hochrangige Regierungsmitglieder verhaftet, unter anderem der Chef der Zentralbank, der Leiter der Sozialbehörde (IGSS)  und der Arbeitsminister.

Die häufiger werdenden Fälle von Korruption haben zuletzt auch zu steigender Armut und einer Verschlechterung der medizinischen Versorgung geführt.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr