Nicaragua / Umwelt

Indigene befürchten Schäden durch Nicaraguakanal

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Die geplante Route des "Großen Interozeanischen Kanals"
Die geplante Route des "Großen Interozeanischen Kanals"

Managua/New York. Nicaraguanische Indigenengruppen haben ihre Regierung aufgefordert, ihnen die Studie über die Umweltfolgen des Infrastrukturprojekts "Interozeanischer Kanal" zu übergeben, das ihre Territorien durchqueren wird.

Bei der 1. Konferenz der Indigenen Völker in New York erklärten die Teilnehmer aus Nicaragua, vertreten vom Movimiento Indigena de Nicaragua (MIN), ihre Unzufriedenheit mit der Informationspolitik der Regierung von Präsident Daniel Ortega über das Projekt, das Karibik- und Pazifikküste verbinden soll. Entlang der geplanten Kanalroute werden derzeit Zensusdaten erhoben, die als Grundlage für Umsiedlungen und Entschädigungen dienen sollen. In der südwestlichen Provinz Rivas fanden verschiedene Proteste statt, da Betroffenene befürchten, nicht angemessen entschädigt zu werden.

Nach Aussagen des für den Kanalbau zuständigen Präsidentenberaters Telémaco Talavera soll der Bau des Megaprojekts bereits Ende 2014 beginnen. Er äußerte die Auffassung, dass die Protestierenden manipuliert worden seien. Er sei sich sicher, dass auch diejenigen, die protestieren, am Ende vom Nutzen des Projekts überzeugt werden können.

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