Bolivien baut im Tiefland Solarenergie aus

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Solaranlagen sollen bald in Pando Energie erzeugen
Solaranlagen sollen bald in Pando Energie erzeugen

La Paz. Bolivien sucht nach Möglichkeiten, die Hälfte der Bevölkerung des Tiefland-Departamentos Pando mit Solarenergie zu versorgen. Der Leiter des Nationalen Elektrizitätswerks (ENDÉ), Arturo Iporre, kündigte vergangenen Sonntag die Entwicklung eines Projekts im Amazonasgebiet an, welches in Zukunft einen Teil der Energieversorgung sicherstellen soll. Momentan liege der Verbrauch in Pando bei zehn bis zwölf Megawatt, die Solarsysteme sollen fünf Megawatt in die Netze einspeisen können und damit fast die Hälfte der momentanen Nachfrage stillen, so Iporre.

Iporre betonte zwar, dass es sich um ein Pilotprojekt handele. Allerdings unterstütze vor allem Dänemark die Initiative finanziell und stelle für die Anlagen in Pando rund elf Millionen US-Dollar zur Verfügung. Dies bestätigte auch der dänische Botschafter in Bolivien, Ole Thonke, der außerdem eine Beteiligung Dänemarks an einem Windpark bei Cochabamba in Aussicht stellte.

Bisher wird Energie in Pando hauptsächlich aus Diesel gewonnen. Das Solarenergieprojekt soll diese vom Staat subventionierte Energieerzeugung in Zukunft entlasten. Zwar sei der zu erwartende Nutzen noch nicht genau definierbar, doch ist die Umstellung auf erneuerbare Energien ein lang gehegter Wunsch in der Region, um die die Umweltverschmutzung und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Bereits im kommenden Oktober soll mit dem Bau der Anlagen begonnen werden.

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