Nicaragua / Wirtschaft

Neuer Rekord ausländischer Direktinvestitionen in Nicaragua

alvaro-baltodano.jpg

Àlvaro Baltodano wirbt für die sandinistische Regierung um ausländische Direktinvestitionen
Àlvaro Baltodano wirbt für die sandinistische Regierung um ausländische Direktinvestitionen

Managua. Die Direktinvestitionen in Nicaragua sind im Jahr 2013 auf über 1,5 Milliarden US-Dollar angestiegen. Die endgültigen Zahlen werden im Februar oder März kommenden Jahres vorliegen. Dies gab der Präsidialbeamte Àlvaro Baltodano bekannt, der für das Anwerben ausländischer Direktinvestitionen zuständig ist.

Demnach haben sich die ausländischen Direktinvestitionen seit Amtsantritt der Sandinisten vervielfacht. Noch im Jahr 2006 lag dieser Wert bei lediglich 287 Millionen US-Dollar und ist seitdem mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 von Jahr zu Jahr deutlich angestiegen. Auch für die "Zonas Francas", die Freihandelszonen des Landes, war 2013 ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr. So stiegen die Exporte um etwa zehn Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar an.

Auch die Zahl der Arbeitsplätze dort wuchs von circa 103.000 Anfang des Jahres auf nun etwa 108.000. In der Weltwirtschaftskrise war ihre Zahl auf unter 72.000 gesunken. Seitdem versucht die Regierung Ortega den Sektor im Konsens mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zu entwickeln, was den Arbeitern einige soziale Verbesserungen und den Unternehmen mehr Planungssicherheit und Stabilität gegeben hat. Zwar sind die Löhne in den Freihandelszonen in der sandinistischen Regierungszeit stärker gestiegen als unter liberalen Regierungen, miit einem Bruttolohn von knapp 219 US-Dollar sind sie allerdings auch heute noch mit Abstand die niedrigsten der Region.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr