Honduras / Politik

Wahlbehörde in Honduras will neu auszählen

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Hatten Erfolg mit ihrer Beschwerde:
Präsidentschaftskandidatin Xiomara Castro und Vertreter der Partei LIBRE beim TSE
Hatten Erfolg mit ihrer Beschwerde: Präsidentschaftskandidatin Xiomara Castro und Vertreter der Partei LIBRE beim TSE

Tegucigalpa. Die honduranische Wahlbehörde hat eingewilligt, die Protokolle der einzelnen Wahllokale zu überprüfen und die Stimmen neu auszuzählen. Damit hat die Behörde der Forderung von Xiomara Castro, Kandidatin der Partei Libertad y Refundación (LIBRE) nachgegeben. LIBRE hatte sich in den vergangenen Tagen beschwert, dass bei den Wahlen vom 24. November Wahlbetrug begangen worden sei.

Am 2. Dezember hat Xiomara Castro bei der Wahlbehörde die erneute Prüfung von 16.000 Originalprotokollen beantragt, die bei der Schließung der Wahllokale ausgestellt wurden. Bereits am 1. Dezember hatte sie von entdeckten Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen berichtet. Castro forderte, dass bei der Neuauszählung mindestens 200 Techniker ihrer Partei anwesend sein sollen.

Die Oberste Wahlbehörde TSE (Tribunal Supremo Electoral) hat am 1. Dezember den Sieg des Kandidaten der Nationalen Partei, Juan Orlando Hernández, bekannt gegeben. Laut TSE hat er 36,80 Prozent der Stimmen erhalten, gefolgt von 28,79 Prozent der zweitplatzierten Partei LIBRE und ihrer Kandidatin Xiomara Castro.

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Bei einem Treffen am Montag nahm der Vorsitzende der Obersten Wahlbehörde, David Matamoros, der Partei LIBRE das Versprechen ab, öffentlich ihre Niederlage einzugestehen, sollte sich diese durch die Neuauszählung bestätigen. Umgekehrt verpflichtete sich die Wahlbehörde, einen eventuellen Wahlsieg von Xiomara Castro anzuerkennen.

Unterdessen traf der offizielle Wahlsieger Hernández am Montag mit Vertretern des Honduranischen Rats der Privatwirtschaft sowie der Nationalpolizei zusammen.

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