FAO warnt vor Nahrungsmittelkrise in Paraguay

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Logo der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)
Logo der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

Asunción. Mehr als 40 Prozent der Landbevölkerung Paraguays sind nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) von Armut und einer andauernden Nahrungsmittelkrise betroffen. Das geht aus einem Bericht FAO-Bericht hervor, der kurz vor dem internationalen Welternährungstag am 16. Oktober und dem internationalen Tag der Frauen in ländlichen Räumen am 15. Oktober in der paraguayischen Hauptstadt Asunción vorgestellt wurde.

Demnach haben in dem südamerikanischen Land, in dem immer wieder soziale Proteste aufflammen, ein Fünftel der Menschen keinen gesicherten Zugang zum täglichen Grundbedarf an Nahrungsmitteln. Zusätzlich zur ohnehin vorherrschenden Armut leiden damit 22 Prozent der Bevölkerung täglich auch an Nahrungsmittelmangel.

Der Vertreter der FAO in Paraguay, Jorge Meza, sagte am 10. Oktober gegenüber Pressevertretern, dass sowohl die wirtschaftliche Lage als auch die ungleiche Einkommensverteilung zu der Misere beitrage, denn der Reichtum konzentriere sich in den Händen weniger. "Man kann den Armen, die nicht genügend zu Essen haben, nicht sagen, dass sie auf eine landesweite wirtschaftliche Entwicklung warten sollen, bis sie sich ernähren können. Es ist unumgänglich, dass man sie entsprechend unterstützt", so Meza.

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Die Nahrungsmittelsicherheit und die problematische Situation von Frauen in den ländlichen Gebieten Paraguays sind zwei unmittelbar miteinander verknüpfte Themen und wichtig für die gesamte ökonomische Entwicklung des Landes, betonen die FAO und UNO.

Die internationalen Organisationen halten es in diesem Zusammenhang für wichtig, die Zusammenarbeit voranzutreiben. Für eine Lösung des Nahrungsmittelproblems sei sowohl der politische Wille als auch ein gezieltes Handeln der nationalen Kräfte notwendig.

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