Gewerkschaftsverbände werden in Brasilien gemeinsam demonstrieren

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Demonstration des Gewerkschaftsdachverbandes CUT
Demonstration des Gewerkschaftsdachverbandes CUT

Brasília. Die brasilianischen Gewerkschaftsverbände rufen nach den Protesten der vergangenen Wochen für den 11. Juli im ganzen Land zu gemeinsamen Demonstrationen auf. Unter dem Motto "Für die demokratischen Rechte und die Rechte der Arbeiter" sollen landesweit Streiks und Proteste durchgeführt werden. "Blockaden, Streiks und Demonstrationen werden das Ziel haben, die Agenda der Arbeiterklasse im Nationalkongress und in den Ministerien wieder auf die Tagesordnung zu setzen", so ein Sprecher des Gewerkschaftsdachverbandes CUT.

Zu den gemeinsamen Forderungen gehören Verbesserungen im öffentlichen Gesundheits- und Bildungssystem und ein öffentlicher Personenverkehr von guter Qualität. Zudem  fordern die Gewerkschaften, dass die Tarife reduziert werden. Auf der Agenda stehen aber auch allgemeine Themen wie eine Agrarreform und eine Kürzung der Wochenarbeitszeit bei gleichbleibendem Lohn. Außerdem soll das Gesetzesprojektes 4.333 zurückgenommen werden, mit dem die Auslagerung von Beschäftigung an Subunternehmen geregelt ist.

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"Wir verlangen die Erfüllung dieser historischen Forderungen, die schon in den Händen der Präsidentin Dilma Rousseff lagen, als sie noch nicht gewählt war und die sie leider nicht realisiert hat“, betonte Paulo Pereira, Präsident der Forca Sindical.

An den Aktionen werden sich alle Gewerkschaftsverbände beteiligen: Die CUT, der Verband der Arbeiter und Arbeiterinnen Brasiliens (CTB), die Forca Sindical, die Generalunion der Arbeiter (UGT), die Gewerkschafts- und Volkszentrale (CSP), Conlutas, die Generalzentrale der Arbeiter Brasiliens (CGBT), die Gewerkschaftszentrale Brasiliens (CSB) und die Neue Gewerkschaftszentrale (NCST). Die Bewegung der Landlosen Arbeiter (MST) wird den Aktionstag ebenfalls unterstützen.

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