Bolivien / Politik

Evo Morales reist zum nächsten Gipfel der G 77

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Länder der G 77
Länder der G 77

La Paz. Boliviens Präsident Evo Morales hat am Samstag bekannt gegeben, daß er im Mai nach Ozeanien zum nächsten Gipfeltreffen der Gruppe der 77 (G 77) reisen werde. Er sei eingeladen zur technischen und rechtlichen Mitarbeit bei Fragen der Süd-Süd-Kooperation. Diese Einladung an einen bolivianischen Präsidenten sei einmalig in der Geschichte seines Landes. Sie reflektiere die Bedeutung der "demokratischen und kulturellen Revolution" in Bolivien für die internationale Gemeinschaft. Von Interesse für die G 77 seien die Ergebnisse der Regierungsprogramme für einen Umbau der Ökonomie und zur Bekämpfung der Armut und des gesellschaftlichen Ausschlusses. "Bolivien ist heute eine starke Referenz", sagte Morales.

Die Gruppe der 77 ist ein wenig institutionaliserter Zusammenschluss von inzwischen 130 Mitgliedsländern des globalen Südens. Er wurde 1964 ins Leben gerufen, um die Position der Entwicklungsländer auf dem Weltmarkt und die Süd-Süd-Kooperation zu stärken.

Einen Tag zuvor hatte der Regierungschef Boliviens bereits seine Einladung zum Gipfel der Gas exportierenden Länder am 1. und 2. Juli in Moskau bekannt gegeben. Der lateinamerikanische Nachrichtensender Telesur ergänzte, daß die Einladung durch den russischen Präsidenten Vladimir Putin persönlich erfolgt sei.

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