Ecuador / Politik / Umwelt

Über 1.700 Gäste bei Rede von Rafael Correa, Proteste gegen Bergbau

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Rafael Correa
Präsident Rafael Correa

Berlin. Mehr als 1.700 Gäste haben sich für einen Vortrag des Präsidenten von Ecuador, Rafael Correa, am heutigen Dienstagabend in der Technischen Universität Berlin angemeldet. Nach Angaben der Botschaft des südamerikanischen Landes sind zudem gut 60 Vertreter der deutschen und internationalen Presse anwesend, wenn der Staatschef zum Thema "Ecuador – Wege aus der Krise: Fortschritt und soziale Gleichheit statt Rezession und Sparpolitik" spricht. Die Großveranstaltung in der Aula Magna der Universität wird von Amerika21.de-Redakteur Harald Neuber eingeleitet und moderiert.

Correa war in der Nacht zum Dienstag zu seinem viertägigen Besuch auf dem militärischen Teil des Berliner Flughafens Tegel angekommen.

Vor der Veranstaltung wollen Aktivisten der in Berlin ansässigen Umweltschutzorganisation Intag e.V. vor dem Hauptgebäude der TU Unterschriften gegen die mögliche Erschließung der ecuadorianischen Region Intag für den Kupfer-Tagebau sammeln. Nach Informationen von amerika21.de wird sich ein hochrangiger Vertreter der Regierungsdelegation aus Ecuador mit den Demonstranten treffen, um eine Resolution gegen die Erschließung der Rohstoffvorkommen entgegenzunehmen.

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Wie das Amerika21.de-Partnerportal Poonal berichtet, hatten am 6. April 190 Vertreter aus 16 Dörfern ihren Widerstand gegen den geplanten Kupferabbau in der Region bekräftigt. In einer Erklärung kritisieren sie, "verantwortungsvollen Bergbau" gebe es nicht, unterstrichen jedoch ihre Dialogbereitschaft.

Das staatliche Minenunternehmen ENAMI will dem Poonal-Bericht zufolge noch in diesem Jahr mit Explorationsarbeiten für die 4.839 Hektar große Konzession "Llurimagua" nahe Junín beginnen. Dafür wurde ein Vertrag mit dem weltweit größten Kupferförderer, dem chilenischen Minenunternehmen Codelco, unterzeichnet.

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